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Aktuelles

Informationen zur Weidemyopathie

!!!!!!!!! ACHTUNG - ACHTUNG - ACHTUNG !!!!!!!!!!

Aus gegebenem Anlass wollen wir Sie, liebe Pferdebesitzer hier über die aktuelle Gefahr einer im Herbst vermehrt auftretenden Muskelerkrankung mit oft tödlichem Ausgang informieren und vorwarnen, denn durch eine ordentliche Prophylaxe können Sie Ihr Pferd schützen.

Die atypische Weidemyopathie oder auch Weidemyoglobinurie genannt ist eine sehr gefürchtete akut verlaufende Muskelerkrankung, die oft tödlich endet (Letalität bis 80%). Die Erkrankung tritt vermehrt im Herbst (Oktober-Dezember) und im Frühjahr auf. Es sind oft junge Pferde mit einem guten Allgemeinbefinden betroffen.

Auslöser der Erkrankung ist ein Gift, das Hypoglycin A, das sich in den Samen und Keimlingen von Ahornbäumen (hier in Europa vor allem der Bergahorn, siehe Foto- Quelle Wikipedia) befindet. Das Gift führt zu einem gestörten Stoffwechsel und einem Untergang der quergestreiften Muskelzellen. Hierdurch wird der Muskelfarbstoff (Myoglobin) frei, den man durch eine Braunfärbung im Urin sehen kann (siehe Foto).

Symptome der Erkrankung sind unter anderem Apathie, Inappetenz, ein steifer, schwankender Gang, teilweise schwitzen durch den Schmerz und Kolik. Die Diagnose kann anhand der klinischen Befunde und mithilfe einer Blutprobe, bei der das Muskelenzym Creatinkinase deutlich erhöht ist, gestellt werden.

Therapeutisch sollte eine sofortige Ruhigstellung des Pferdes angestrebt werden, die einzige Ausnahme stellt den Transport in eine Klinik dar. Es ist eine intensivmedizinische Betreuung mit Infusionstherapie in einer Klinik notwendig um den Flüssigkeitsdefizit zu reduzieren und die Harnausscheidung zu fördern. Schmerzmittel, Antioxidantien (Selen und Vitamin E) und kohlenhydratreiches Futter werden gegeben.

Selbst bei Maximalversorgung ist die Prognose für das betroffene Pferd vorsichtig. Je nach Erkrankungsverlauf kann eine so starke Verschlechterung eintreten, dass das Pferd erlöst werden muss.

Das wichtigste, was Sie tun können, um diese Erkrankung zu verhindern oder das Risiko zu minimieren ist die Prophylaxe. Kontrollieren Sie Ihre Weiden und meiden Sie die, wo sich Bergahornbäume in der Umgebung befinden. Bei kahl gefressenen Weiden sollte auf eine ausreichende Zufütterung geachtet und für sauberes Wasser gesorgt werden. Nach kalten Nächten um den Gefrierpunkt sowie Regen und Wind steigt die Gefahr einer Erkrankung.

Für Notfälle stehen wir 7 Tage die Woche, 24 Stunden am Tag für Sie zur Verfügung. Bitte melden Sie sich vorher telefonisch bei uns an (02594/91200). Ihr Karthaus-Team

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