Wildpferdeherde

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Die Domäne Karthaus

Die Dülmener Wildpferde

Die erste urkundliche Erwähnung der Tiere stammt aus dem Jahre 1316, als sich Herrman von Merfeld und Johannes von Lette das Recht auf die Jagd, Fischfang und die wilden Pferde sicherten.

Im 19. Jahrhundert mit der fortschreitenden landwirtschaftlichen Nutzung bisher unattraktiver Gegenden, beispielsweise durch Trockenlegungen von Feuchtgebieten, schränkte sich der Lebensraum für wildlebende Pferde immer mehr ein. Vermutlich wären auch die Dülmener Wildpferde nicht zu erhalten gewesen, wenn nicht Alfred von Croÿ 1847 die letzten wildlebenden Pferde hätte einfangen lassen, und auf dem Gelände des Merfelder Bruchs mit der Wildpferdebahn auf einem 200 Morgen großen Gebiet für ihre Erhaltung gesorgt hätte. Hinzu kam der gesamte Restbestand der Emscherbrücher Wildpferde, der eingefangen und nach Dülmen abtransportiert wurde. Die rasche Vermehrung der Pferdeherde brachte nach und nach eine Ausweitung des Gebiets auf seinen heutigen Stand von rund 400 Hektar mit sich.

Im Allgemeinen sind die Dülmener Wildpferde sehr gut an ihren Lebensraum angepasst, folgen ihren Instinkten und kommen mit der Witterung und dem bestehenden Nahrungsangebot gut zurecht. Die selbstgezogenen Deckhengste werden zusammen mit polnischen Koniks, die aus Wildhaltungen aufgekauft wurden, Mitte April in die Herde eingesetzt. Ziel der Zucht ist es, die ursprüngliche Rasse, Primitivrasse genannt, zu erhalten. Auch das Biotop, in dem die Pferde leben, muss dafür so erhalten bleiben wie es ist, denn eine Veränderung des Biotops würde durch die natürliche Selektion auch einen anderen Pferdetypus hervorbringen.

Jedes Jahr, am letzten Samstag im Mai, werden die jungen Hengste aus der Herde herausgefangen, um Machtkämpfe zwischen den Hengsten zu vermeiden. Dieser traditionelle Wildpferdefang hat den kleinen Ort Merfeld bei Dülmen im Kreis Coesfeld berühmt gemacht. Tausende von Besuchern können in einer Arena mitverfolgen, wie die Junghengste per Hand und ohne Hilfsmittel aus der Herde herausgefangen und danach versteigert werden.

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