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Die Domäne Karthaus

Die herzogliche Familie von Croÿ und die Karthaus

Das Geschlecht derer von Croÿ stammt aus der Picardie, wo es urkundlich in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts zum ersten Mal erwähnt wurde. Etwa 100 Jahre später erfährt die Familie von Croÿ in Diensten der Herzöge von Burgund einen plötzlichen und spektakulären Aufstieg, der in den verschiedenen Familienzweigen zu weiteren einflussreichen Positionen in Administration, Militär und Diplomatie bei den Königshäusern in Spanien und Frankreich und deutschen Kaisern führte. Belohnt wurden diese Dienste mit der Erhebung in den Reichsfürstenstand (1486) und dem erblichen Herzogtitel (1598). Die Statthalterschaft in Flandern, Namur und im Hennegau war generationenlang in Händen der von Croÿs.

Mit der französischen Revolution verlor die Familie Staatsämter, Privilegien sowie alle Herrschaften und Besitzungen. Anstelle ihrer an Frankreich abzutretenden linksrheinischen (deutschen) Gebiete erhielt der verbliebene Zweig der Familie 1803 das fürstbischöfliche Amt Dülmen sowie die hiesigen Kirchengüter als Entschädigung. Dazu gehörte auch das Kloster Karthaus mit seinem umfangreichen Landbesitz und den vielen abgabepflichtigen Höfen.

Zwar fiel die Dülmener Landesherrschaft nach wenigen Jahren letztlich an Preußen, doch ist die Familie Dülmen treu geblieben. Gerade der Bereich des 1812 aufgehobenen Klosters Karthaus lag der herzoglichen Familie von Croÿ am Herzen. Auf den Ländereien des Alten Borggreven Hofes errichtete man ab 1825 einen eigenen großzügigen Landwirtschaftsbetrieb mit neuen Gebäuden.

Der anfangs intensiven Bewirtschaftung der „Domäne Karthaus“ mit Zuckerrübenfabrik und Brennerei folgte bald eine Phase mit extensiver Landwirtschaft und der Zucht von Schafen, Rindern und Ardenner Zugpferden (ab 1857) bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Mittelpunkt der Karthaus ist die alte Klosterkirche St. Jakobus mit der Grablege aller Dülmener Herzöge von Croÿ und vieler Familienmitglieder. Es gelang dem Herzog von Croÿ ab den 1950-er Jahren außerordentlich erfolgreich, seinen durchweg landwirtschaftlich geprägten Besitz umzustrukturieren.

Insgesamt ist das Vermögen der von Croÿs in verschiedensten Sparten gut gestreut und krisensicher angelegt. Dennoch lebt die Familie von Croÿ eher unauffällig und abseits der Medien. Bekannt ist der Herzog aber durch seine Dülmener Wildpferde im Merfelder Bruch bei Dülmen und dem alljährlichen traditionellen Wildpferdefang, die zu einem touristischen Markenzeichen Dülmens und des westlichen Münsterlandes geworden sind.

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